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Was ist PTSD ?
PTSD (Post Traumatic Stress Disorder) bezeichnet eine Reihe von Symptomen psychischer Traumatisierungen nach belastenden Ereignissen, die nach internationaler Klassifizierungen (DSM / ICD) Krankheitswert haben.
In deutscher Sprache sind die Begriffe „Posttraumatische Belastungsreaktion“ oder „Posttraumatische Belastungsstörung“ gebräuchlich.
Die posttraumatische Belastungsstörung ist somit eine ernst zu nehmende seelische und körperliche Veränderung, die starken Einfluss auf das Leben des Betroffenen hat.
Hierbei muss man zwischen der posttraumatischen Belastungsreaktion, als einer normalen Reaktion auf ein unnormales Ereignis, wie z.B. der Übelkeit bei einem schlimmen Anblick oder wiederkehrenden Träumen nach einem belastenden Einsatz, und der posttraumatischen Belastungsstörung unterscheiden.
Die posttraumatische Belastungsreaktion klingt normalerweise nach vier bis sechs Wochen ab und kann meistens mit den eigenen Bewältigungsmechanismen verarbeitet werden. Geschieht dies nicht, so kann sich daraus eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln.
Die posttraumatische Belastungsstörung ist eine das Leben des Betroffenen verändernde psychische Erkrankung. Sie entsteht unmittelbar aus einer posttraumatischen Belastungsreaktion, oder mit einer verzögerten Reaktion oft erst nach Monaten oder Jahren nach dem Ereignis.
PTSD betrifft also Menschen, die Erlebnisse außerhalb der üblichen Erfahrungen hatten. Erlebnisse wie Gewalterfahrung, Unfälle, Katastrophen usw.. Diese Erlebnisse können auch für Einsatzkräfte in Feuerwehr und Rettungsdienst übermächtig sein, unabhängig vom Dienstgrad oder der Aufgabe.
Erlebnisse können die eigene Person, Personen der näheren Umgebung, wie auch Helfer, Laien genauso wie Professionelle, betreffen. Selbst Menschen, die sich nicht am Ort des Geschehens befanden, können betroffen sein. Dies bedeutet, ebenso wie die Einsatzkraft vor Ort kann auch das Leitstellenpersonal betroffen sein.
Psychische Belastungen beschränken sich aber nicht nur auf den Einsatz. Die Einsatzkräfte stehen unter vielfältigen Belastungen während des Einsatzes, Wachalltag, Bei Übungen oder Übungsabenden und im privaten Bereich.
Belastungen, die in einem Bereich auftreten, wirken sich auch auf die anderen Bereiche aus.
Es hat gezeigt, dass Einsatzkräfte, die bereits vorhandene Belastungen in den Einsatz mitnahmen, wesentlich anfälliger für PTSD waren.
Um alle psychischen Belastungen möglichst zu minimieren, müssen alle drei Felder beachtet werden. Das bedeutet, dass der Einsatzkraft bei privaten Problemen genauso eine Hilfestellung geboten werden muss, wie auch bei Problemen im Wachalltag oder im Einsatzdienst.
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